100 Bestellungen – und für jede einzeln durchs Lager?
Ein typischer Vormittag im Versand: Über Amazon, eBay und andere Marketplaces gehen zahlreiche Bestellungen ein. Viele davon bestehen aus genau einer einzigen Position. Solche Aufträge werden häufig als Einposter oder Einposten-Aufträge bezeichnet.
Werden diese Bestellungen klassisch Auftrag für Auftrag kommissioniert, entstehen unnötig viele Laufwege. Der Mitarbeiter nimmt einen Auftrag, läuft zum Lagerplatz, holt den Artikel und bringt ihn zur Packstation. Anschließend beginnt das Ganze von vorn.
Bei wenigen Bestellungen fällt das kaum ins Gewicht. Bei 50, 100 oder mehreren Hundert Einpostern wird der Laufweg jedoch schnell zum entscheidenden Zeitfaktor.
Die Alternative: Aufträge zu einem Sammellauf bündeln
Effizienter ist es, geeignete Einposten-Aufträge zunächst zusammenzufassen. Statt beispielsweise 100 einzelne Pickvorgänge durchzuführen, erzeugt das System daraus einen Sammellauf.
Der Lagermitarbeiter läuft dabei eine optimierte Tour durch das Lager und entnimmt die benötigten Artikel gesammelt.
Vereinfacht sieht der Ablauf so aus:
Der entscheidende Unterschied: Die Reihenfolge im Lager richtet sich nicht mehr nach einzelnen Aufträgen, sondern nach einem möglichst effizienten Pickprozess.
Scannen statt vorsortieren
Nach dem Sammellauf befinden sich beispielsweise 100 Artikel in einem Kommissionierwagen oder Behälter. An der Packstation muss der Mitarbeiter nun nicht mühsam herausfinden, welcher Artikel zu welchem Auftrag gehört.
Er scannt einen Artikel. Das System sucht den passenden offenen Auftrag und stellt die für die weitere Bearbeitung benötigten Informationen bereit.
Damit verlagert sich die Zuordnung der Ware vom Picking in den Packprozess – und wird dort softwaregestützt erledigt.
Warum das besonders bei Marketplace-Aufträgen interessant ist
Gerade im Marketplace-Geschäft kommen häufig viele standardisierte Bestellungen mit wenigen Positionen zusammen. Genau hier kann die Sammelkommissionierung ihre Vorteile ausspielen.
Statt Laufwege pro Bestellung zu planen, wird eine größere Menge geeigneter Aufträge gemeinsam betrachtet.
Das kann unter anderem:
Laufwege im Lager reduzieren
Anzahl einzelner Picktouren verringern
Durchsatz bei vielen kleinen Bestellungen erhöhen
Picking und Packen klar voneinander trennen
Zuordnung an der Packstation durch Scanning vereinfachen
Wie groß der Vorteil tatsächlich ausfällt, hängt natürlich vom jeweiligen Lager ab. Artikelanzahl, Lagerstruktur, Auftragsvolumen und durchschnittliche Positionen pro Bestellung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wann eignet sich dieser Workflow?
Besonders interessant ist das Verfahren für Versandhändler, bei denen täglich viele Bestellungen mit nur einer Position eingehen.
Ein einfaches Beispiel: Von 500 offenen Marketplace-Bestellungen bestehen 300 nur aus einem Artikel. Diese Aufträge müssen nicht zwangsläufig nach demselben Schema bearbeitet werden wie komplexe Bestellungen mit fünf oder zehn unterschiedlichen Positionen.
Eine gute Warenwirtschaft beziehungsweise ein Warehouse Management System (WMS) sollte deshalb unterschiedliche Auftragsarten erkennen und passende Lagerprozesse ermöglichen.
Sammelkommissionierung mit dbFakt und Moinlog
In der dbFakt Warenwirtschaft ist ein entsprechender Sammelworkflow vorgesehen. Einposten-Aufträge können gebündelt und für einen gemeinsamen Tourenlauf bereitgestellt werden.
In Kombination mit Moinlog lässt sich dieser Prozess weiter in die Lagerlogistik integrieren. Das Zusammenspiel eignet sich insbesondere für Händler mit einem hohen Auftragsvolumen über Amazon, eBay und weitere Marketplaces.
Dabei geht es weniger darum, jeden Lagerprozess gleich zu behandeln. Entscheidend ist vielmehr, den Workflow an die jeweilige Auftragsstruktur anzupassen.
Checkliste: Warum sich Einpöster mit dbFakt besonders effizient bearbeiten lassen
Viele Einpöster sind einzelne Aufträge mit jeweils nur einer Position. Der Vorteil entsteht durch den passenden Prozess: dbFakt kann diese Aufträge erkennen, bündeln und gemeinsam durch die Kommissionierung führen.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
| Einpöster gezielt erkennen Aufträge mit nur einer Position lassen sich gezielt auswählen und passend verarbeiten. |
|
| Mehrere Aufträge gemeinsam bearbeiten Viele Einpöster werden zu einem Sammellauf gebündelt, statt jeden Auftrag einzeln zu picken. |
|
| Laufwege im Lager reduzieren Die Tour führt in sinnvoller Reihenfolge durch die benötigten Lagerplätze und vermeidet unnötige Wege. |
|
| Gleiche Artikel zusammenfassen Mehrfach bestellte Artikel können in der benötigten Menge gemeinsam gepickt werden. |
|
| Ware an der Packstation zuordnen Der Artikel wird gescannt und vom System dem passenden Auftrag zugeordnet. |
|
| Weniger manuelle Sortierarbeit Die Software unterstützt die Zuordnung und reduziert manuelles Vorsortieren und Arbeiten mit Picklisten. |
|
| Mobil und papierlos kommissionieren Die Kommissionierung erfolgt komplett digital, ohne ausgedruckte Picklisten. |
|
| Auftragsstatus in Echtzeit. Der aktuelle Bearbeitungsstand bleibt jederzeit im System nachvollziehbar. |
|
| Picking und Packing verbinden Kommissionierung, Scanning, Zuordnung und Verpacken greifen in einem durchgängigen Prozess ineinander. |
|
| Ideal bei hohem Marketplace-Volumen Viele Einpöster von Amazon, eBay und anderen Verkaufskanälen lassen sich effizient und standardisiert bearbeiten. |
Kurz gesagt: Je höher der Anteil an Einpöstern, desto wichtiger ist ein effizienter Prozess. Mit dbFakt und Moinlog lassen sich viele einzelne Bestellungen zu einem gemeinsamen, wegeoptimierten Kommissionierungslauf bündeln. Das reduziert Laufwege und manuelle Arbeit und ermöglicht eine strukturierte Bearbeitung hoher Auftragsmengen.
Fazit: Nicht jeder Auftrag braucht einen eigenen Laufweg
Viele kleine Marketplace-Bestellungen können einen erheblichen Aufwand verursachen, wenn jeder Auftrag einzeln durch das Lager geführt wird.
Bei einem hohen Anteil an Einposten-Aufträgen lohnt es sich deshalb, die Kommissionierung anders zu organisieren: Aufträge bündeln, Ware auf einer gemeinsamen Tour picken und anschließend per Scan dem passenden Auftrag zuordnen.
So lässt sich vor allem dort Zeit sparen, wo sie im Versandalltag schnell verloren geht: auf dem Weg durch das Lager.
Wer prüfen möchte, wie sich ein solcher Sammelworkflow mit dbFakt und Moinlog im eigenen Lager abbilden lässt, kann sich den Prozess anhand der eigenen Auftragsstruktur zeigen lassen.
FAQ
Ein Einposten-Auftrag ist eine Bestellung mit nur einer Auftragsposition. Ein Kunde bestellt beispielsweise ausschließlich einen bestimmten Artikel.
Bei der Sammelkommissionierung werden mehrere Aufträge für den Pickprozess zusammengefasst. Die benötigten Artikel werden auf einer gemeinsamen Tour durch das Lager entnommen und anschließend den einzelnen Bestellungen zugeordnet.
Besonders interessant ist das Verfahren für Versand- und Onlinehändler mit vielen kleinen Bestellungen und einem hohen Anteil an Einposten-Aufträgen.
An der Packstation kann der Artikel gescannt werden. Die Software ermittelt anhand des Scans einen passenden offenen Auftrag und unterstützt die weitere Bearbeitung.